Kommst du an den See? | 2009

Kommst du an den See? | 2009

P6_Weinstrasse_FrageB

Kunst im öffentlichen Raum, Kreuzlingen
Eine Zusammenarbeit mit der Künstlerin Gabriela Gründler aus Zürich.

Das Projekt umfasst 17 Fragesätze in gelber Markierungsfarbe und ein Strassenfest der Anwohner. Die Fragen regen das Gespräch des Alltags in deutscher Sprache an und verbinden den Strassenraum „vorort“ mit anderen Orten.

WELCHEM GLÜCK SPRINGST DU HINTERHER ?
HAST DU EINE NEUE FRISUR ?
WARST DU HEUTE FISCHEN ?
WO BEGINNT DER HIMMEL ?
WIEVIELE MINUTEN HAT EIN TAG ?
HABEN SCHATTEN EINE FARBE ?
WER WÄSCHT HEUTE AB ?
HAST DU ZUFÄLLIG BLUMEN DABEI ?
HAST DU DICH ENTSCHIEDEN ?
KOMMST DU AN DEN SEE ?
KÖNNEN TIERE AUCH LACHEN ?
BRAUCHST DU EINEN MERCEDES ?
GEHEN WIR AM MITTWOCH SPAZIEREN ?
WARUM KNURRT DER MAGEN ?
WAS SIEHST DU VON DEINEM FENSTER AUS ?
WANN REIFEN HIER DIE WEINTRAUBEN ?
KOMMST DU BALD WIEDER ZURÜCK ?

TEAM
In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Gabriela Gründler entstand diese Arbeit für die Weinstrasse in Kreuzlingen.

AUFTRAGGEBER
Unter dem Titel „Entdeckung des Stadtraums“ lancierte die Kunstkommission Kreuzlingen einen Wettbewerbszyklus für Kunst im öffentlichen Raum.

EIGENSCHAFTEN VON FRAGEN
„Kommst du an den See?“ ist der Titel sowie eine der auf der Strasse aufgebrachten Fragen. Diese hat die Eigenschaft jemanden an den nahegelegenen Bodensee zu erinnern sowie eine weitere Person
mit in die Vorstellung an den See zu gehen, miteinzubeziehen. Alle Fragen sind in deutsch gehalten mit der Absicht diese Sprache den Leuten unterschiedlichster Herkunft, näherzubringen.

ALLTAG IN DER WEINSTRASSE
Die Fragen haben gewisse Klangfarben. Die Auswahl wurde aus einem grossen Katalog selektioniert und auf den Alltag der Leute dieser Strasse gestimmt. Aufgeschlossene Ehemänner kamen lachend vorbei und scherzten über die Frage, an wem es heute sei, den Abwasch zu machen.

BUDGET
Die gesammten Wettbewerbskosten durften 25.000 CHF nicht übersteigen.

KUNST
Die Kunst liegt in den Fragen, mit welchen an diesem Ort die  unterschiedlichsten Themen mobilisiert werden können.

MATERIALISIERUNG
Die Fragen wurden mit gelber Markierungsfarbe in wechselständiger Position auf die Strasse in Fahrtrichtung aufgebracht.

AUSBLICK
Mit der Projektierung der Fragen wurde auch ein zugehöriges Fest budgetiert. Ein Kleines wurde zur Vernissage, bzw. zur Einweihung gehalten. Durch das angeregte Interesse in unterschiedlichen Gruppierungen planen nun die Stadt und die Ausländervereinigung für das Frühjahr 2010 ein grosses Quartierfest.

SCHABLONEN und NACHHALTIGKEIT
Die Fragen werden mit der Strasse mitwachsen können. Die Schablonen kann man in neuer Formation wieder anwenden. Welche es sein werden, kann ein Politikum sein oder durch einen weiteren demokratischen Wettbewerb erörtert werden.